Horizontalsperre

Horizontalsperren werden in Mauerwerke eingebracht um ein kapillares Aufsteigen von Wasser in der Wand zu verhindern. Fehlt diese Sperre oder ist sie defekt, zerstört aufsteigende Feuchtigkeit Putz oder Tapete.  Die durch Verdunstung an der Wand- innenseite resultierende erhöhte Luftfeuchtigkeit verursacht weitere Schäden.

Von adicon® BWE kann diese Horizontalsperre nachträglich eingebracht werden.

Nachträgliche mechanische Horizontalsperre nach WTA*

Das sicherste Verfahren, eine nachträgliche Horizontalsperre einzubringen, ist eine Trennung des Mauerwerks.
Hierfür gibt es unterschiedliche Ausführungen:

Variante_1

Variante 1: Ziegelmauerwerk

Nachträgliche Horizontalsperre im Hartmetallkettensäge- verfahren bei Mauerwerk mit einer durchgehenden Lagerfuge.

Leistungsbeschreibung:
Das Mauerwerk wird mit einer Hartmetallkettensäge in maximalen Schnittlängen von 1 m unter Berücksichtigung der baulichen und statischen Gegebenheiten abschnittsweise durchtrennt. In den Sägeschnitt wird eine Glasfaserverstärkte Laminatplatte von ca. 1,2 mm Stärke als kapillare Sperre überlappend eingebracht. Zur Sicherung der Lastabtragung werden anschließend statisch geprüfte Kunststoffkeile in die Schnittfuge über den gesamten Mauerquerschnitt eingeschlagen. Abschließend wird der verbleibende Hohlraum mit schrumpffrei aushärtendem, sulfatbeständigem Mörtel ausgepresst.

Der Schnitt wird jeweils in einer Lagerfuge geführt.

Nach Einbringen dieser Horizontalsperre übernimmt adicon® BWE Gewährleistung für 10 Jahre, dass keine Feuchtigkeit mehr kapillar über die eingebrachte durchgehende Sperrebene aufsteigen kann.

Variante_2

Variante 2: Bruchstein- oder Natursteinmauerwerk

Nachträgliche Horizontalsperre im Diamantsägeverfahren bei Bruchstein oder Natursteinmauerwerk ohne durchgehende Lagerfuge.

Leistungsbeschreibung:
Der Schnitt wird in beliebiger Höhe mittels eines umlaufenden Diamantsägeseils hergestellt. Bei nachfallendem Mauerwerk kann eine vorbereitende Mauerwerksverfestigung erforderlich werden (dies bei betrifft ca. 10 – 20 % des Bruchsteinmauerwerks zu).
Ansonsten erfolgt das Einbringen der Horizontalsperre wie in Variante 1 beschrieben.

Variante_3Variante 3: Bruchstein- oder Natursteinmauerwerk

Nachträgliche Horizontalsperre im Diamantsägeverfahren bei Bruchsteinoder Natursteinmauerwerk ohne durchgehende Lagerfuge.

Leistungsbeschreibung:
Dieses Verfahren wird angewandt wo eine beidseitige Zugänglichkeit der zu sperrenden Wand nicht gegeben ist. Einbringen der Horizontalsperre ansonsten wie in Variante 1 beschrieben.

Nach Einbringen dieser Horizontalsperre übernimmt adicon® BWE Gewährleistung für 10 Jahre, dass keine Feuchtigkeit mehr kapillar über die eingebrachte durchgehende Sperrebene aufsteigen kann.

»Es ist allerdings unumstritten, dass diese Verfahrenstechnik bei fachgerechter Planung und Ausführung höchste Qualitätsansprüche erfüllt, da in diesem Falle eine 100%-ige Wirksamkeit gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit sichergestellt werden kann.«

(WTA Merkblatt 4-7-02/D)

* WTA: Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung & Denkmalpflege e.V.

Weitere Informationen finden Sie auch bei adicon® Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen mbH